Die BFBU Brandschutztagung 2016 – ein Rückblick

Am 27. April 2016 war es wieder soweit, unsere mittlerweile 11. Brandschutztagung fand im
Multiversum in Schwechat statt.

Es freute uns besonders, die Bürgermeisterin von Schwechat für unsere Veranstaltung gewinnen zu können. In ihrer Eröffnungsrede hob Frau Bürgermeisterin Baier in erster Linie die Bedeutung des Brandschutzes für die Sicherheit in Betrieben und im privaten Umfeld hervor.

Auch dieses Jahr ist es uns wieder gelungen, Experten aus den verschiedenen Bereichen des Brandschutzes und der Arbeitssicherheit für Sie an einem Ort zu vereinen.

Den Anfang machte der Geschäftsführer des Österreichischen Institutes für Bautechnik, Herr Dipl. Ing. Dr. Mikulits, der mit seinem Vortrag über den Stand der Umsetzung der neuen OIB-Richtlinien in den Bundesländern die eigentliche Tagung eröffnete. Es wurden weiters die Neuerungen und Änderungen der OIB-Richtlinien vorgestellt, sowie – besonders wichtig und interessant – der mögliche Ausblick in die Zukunft und wie die weitere Entwicklung aussehen kann.

Frau Dipl. Ing.in Oswald von der Donau Universität Krems präsentierte uns in ihrem spannenden Vortrag über Evakuierungen im Brandfall die Verbindung zwischen Theorie und Praxis mit wissenschaftlicher Betrachtung. Sie erläuterte ebenfalls, wie wichtig der Einfluss des Faktors Mensch in diesem Bereich sein kann und dass wir uns im Falle einer Evakuierung „Leitpersonen“ wünschen, an denen man sich orientieren kann.

Herr Mag. Dr. Alfred Popper, Richter i. R., vielfach renommierter Lektor und Buchautor, brachte uns die beiden ÖNORMEN B 1300 und B 1301 näher. Diese behandeln die Objektsicherheitsprüfungen für Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude. Hierbei handelt es sich um ein relativ neues Thema, welches uns fast alle betrifft. Der eine oder andere Witz durfte natürlich bei unserem Dr. Popper nicht fehlen – dies sorgte für eine heitere und aufgelockerte Stimmung bei unseren Fachteilnehmern.

Um die bei Vorträgen schwierige Zeit nach dem Mittagsbuffet lebendig zu gestalten, konnten wir Herrn Marc Eder von der Firma Denios mit einem spannenden Experimentalvortrag gewinnen. Er zeigte uns akustisch und visuell eindrucksvolle Experimente mit oft unterschätzten Gefahrstoffen im Betrieb und im privaten Umfeld.

Die Thematik der Brandabschottungen von Rohren und Kabeln in Theorie und Praxis zeigte uns Herr Dipl. (HTL) Ing. Kurt Danzinger, Experte des Bauphysiklabors der MA 39 – Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien. Die relevanten Punkte und möglichen Fehlerquellen wurden eindrucksvoll dargestellt. Gerade die Brandabschottungen sind noch immer ein Bereich, in dem Handlungs- und Schulungsbedarf besteht.

Herr Oberstadtbaurat Ing. Mag. Dr. Gerald Junker der Magistratsabteilung 36, Dezernat B – Behörde und Sachverständige für elektro- und gastechnische Angelegenheiten – stellte uns abschließend in seiner interessanten Präsentation die grundlegenden rechtlichen und normativen Anforderungen für Notbeleuchtungsanlagen dar. Dabei ging er besonders darauf ein, wie Fluchtwege und Arbeitsstätten ausgestattet sein müssen, um ein rasches und gefahrloses Verlassen der Gebäude zu ermöglichen.

Abschließend möchten wir es nicht versäumen, ein großes Dankeschön an unsere Teilnehmer und Experten auszusprechen, die in vielen Gesprächen und Diskussionen während der Präsentationen und Pausen für einen regen und interessanten Gedankenaustausch sorgten.

Einige Impressionen: